Sanie­rung nur mit ange­mes­se­nem Eigenkapital?

Maximilian Pape. Bild: © Achsnick Pape Opp
Maximilian Pape. Bild: © Achsnick Pape Opp

Vorstände und Geschäftsführer in Krisen werden von ihren finanzierenden Banken meist dazu angehalten, ein Sanierungsgutachten „nach IDW S6“ zu erstellen. Viele Praktiker aus der Wirtschaft werden zwar ein Restrukturierungskonzept entwickeln können, doch der Standard Nr. 6 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) ist oft nur Sanierungsexperten besser bekannt. Zwei von ihnen erklären neue Rahmenbedingungen anlässlich des aktuell vorgelegten Entwurfs zu einer Neufassung des IDW S6.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fordert mit dem kürzlich vorgelegten Entwurf einer Neufassung des IDW S 6 – IDW ES 6 neue Fassung (n.F.) mit Stand vom 8. September 2017 – zur Wiederherstellung der Rentabilität eines Unternehmens, dass zum Ende des Sanierungszeitraums eine angemessene bilanzielle Eigenkapitalausstattung gegeben ist, da ein Unternehmen mit negativem oder nur geringem bilanziellen Eigenkapital regelmäßig Nachteile gegenüber Wettbewerbern mit angemessener Eigenkapitalausstattung haben werde und somit aufgrund schlechterer Konditionen z.B. der Kreditinstitute oder Lieferanten nicht wettbewerbsfähig wäre (vgl. IDW ES 6 n.F., Rn. 77).

Die Konsequenz der IDW-Regelung: Qualifizierte Rangrücktritte kämen als finanzwirtschaftliche Restrukturierungsmaßnahmen daher nicht mehr in Frage, da sie nur im Überschuldungsstatus, aber nicht in der Handelsbilanz Berücksichtigung finden. Künftig erforderlich wäre vielmehr die Regelung eines Forderungsverzichtes beziehungsweise eines Debt-to-Equity-Swaps.

Wir sehen hier ein praktisches Problem: Forderungsverzichte bzw. Debt-to-Equity-Swaps stellen gegenüber qualifizierten Rangrücktritten für die Banken bei der Ausgestaltung der Finanzierungslösungen einen intensiveren Einschnitt dar. Dies erschwert die Verhandlungsführung bei der Sicherstellung der Durchfinanzierung einer Restrukturierung, zumal diese Instrumente nicht steuerneutral sind und beim Unternehmen zu einem steuerpflichtigen Sanierungsgewinn führen.

Die Erlangung einer Steuerbegünstigung in Form eines Erlasses der auf den Sanierungsgewinn entfallenden Steuern ist aber seit dem BMF-Schreiben vom 27.04.2017 erheblich erschwert. Dem soll zwar das neue gesetzliche Sanierungsprivileg nach Paragraph 3a des Einkommensteuergesetzes in neuer Fassung entgegenwirken, das Inkrafttreten dieser Regelung steht aber unter dem Vorbehalt einer Konformitätserklärung der EU-Kommission, die derzeit auf sich warten lässt.

Im Übrigen müsste das Unternehmen auch bei Inkrafttreten der Neuregelung zunächst einen Antrag auf Erlass der auf den Sanierungsgewinn entfallenden Steuern bei der Finanzverwaltung stellen. Die Bearbeitung eines solchen Antrages kann aber unter Umständen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Droht dem Unternehmen in dieser Situation schon die Zahlungsunfähigkeit oder ist diese gegebenenfalls sogar schon eingetreten, dürfte eine Sanierung des Unternehmens an der Erforderlichkeit eines Forderungsverzichtes oder Debt-to-Equity-Swaps in den meisten Fällen scheitern, da ohne verbindliche Bescheidung durch die Finanzverwaltung die zu erwartende Steuerbelastung in die Finanzplanung aufzunehmen und die „durchgreifende Sanierung“ des Unternehmens regelmäßig gefährdet wäre.

Frage der rechtlichen Notwendigkeit

Ungeachtet der betriebswirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit eines angemessenen bilanziellen Eigenkapitals, stellt sich vor allem die Frage nach der rechtlichen Notwendigkeit. Den Entscheidungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Forderung nach der Wiederherstellung einer angemessenen bilanziellen Eigenkapitalausstattung als Voraussetzung der Sanierungsfähigkeit jedenfalls nicht zu entnehmen. Der Bundesgerichtshof beschränkt sich insoweit auf den unbestimmten und auslegungsbedürftigen Rechtsbegriff der „durchgreifenden Sanierung“.

Durchgreifend saniert ist ein Unternehmen jedoch, wenn seine Insolvenz dauerhaft vermieden werden kann. Dabei kommt es entscheidend auf die Annahme einer positiven Fortbestehensprognose, also die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens im Sanierungszeitraum, und die Refinanzierungsfähigkeit des Unternehmens zum Ende des Sanierungszeitraums an. Letztere orientiert sich wiederum primär an der Frage, ob das Unternehmen auf Dauer kreditwürdig ist. Dies wird man bei einem ertragsfähigen Unternehmen, welches – auch unter Berücksichtigung etwaig über dem Branchendurchschnitt liegender Konditionen im Rahmen der Refinanzierung – imstande ist seinen Kapitaldienst nachhaltig zu leisten, aber selbst dann bejahen können, wenn „nur“ ein positives wirtschaftliches Eigenkapital vorliegt.

Keine Rückschlüsse zu Ertragsfähigkeit

Georgiy Michailov. Bild: © Struktur Management Partner
Georgiy Michailov. Bild: © Struktur Management Partner

Das rein bilanzielle Erscheinungsbild eines Unternehmens allein lässt keine Rückschlüsse zu über die wirtschaftliche Ertragsfähigkeit und die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit, welche als Maßstab für die dauernde Kreditwürdigkeit eines Unternehmens entscheidend sind. Insbesondere die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit lässt sich aber über einen qualifizierten Rangrücktritt wiederherstellen, dem aufgrund der Steuerneutralität gegenüber dem Forderungsverzicht und dem Debt-to-Equity-Swap der Vorzug zu geben ist. Zumal sich aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine Notwendigkeiten für die Forderung nach einem Forderungsverzicht oder einem Debt-to-Equity-Swap ableiten lassen.

Georgiy Michailov ist Managing Partner der Turnaround-Beratung „Struktur Management Partner“ und erstellt unter anderem Sanierungskonzepte für den Mittelstand uns setzt diese um. Maximilian Pape ist Partner der Kölner Kanzlei „Achsnick Pape Opp“. Er berät Geschäftsführer, Banken und andere Stakeholder in der Sanierung und begutachtet dabei auch Sanierungskonzepte.

Der Beitrag Sanierung nur mit angemessenem Eigenkapital? erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.

Sanie­rung nur mit ange­mes­se­nem Eigenkapital?

Maximilian Pape. Bild: © Achsnick Pape Opp
Maximilian Pape. Bild: © Achsnick Pape Opp

Vorstände und Geschäftsführer in Krisen werden von ihren finanzierenden Banken meist dazu angehalten, ein Sanierungsgutachten „nach IDW S6“ zu erstellen. Viele Praktiker aus der Wirtschaft werden zwar ein Restrukturierungskonzept entwickeln können, doch der Standard Nr. 6 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) ist oft nur Sanierungsexperten besser bekannt. Zwei von ihnen erklären neue Rahmenbedingungen anlässlich des aktuell vorgelegten Entwurfs zu einer Neufassung des IDW S6.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fordert mit dem kürzlich vorgelegten Entwurf einer Neufassung des IDW S 6 – IDW ES 6 neue Fassung (n.F.) mit Stand vom 8. September 2017 – zur Wiederherstellung der Rentabilität eines Unternehmens, dass zum Ende des Sanierungszeitraums eine angemessene bilanzielle Eigenkapitalausstattung gegeben ist, da ein Unternehmen mit negativem oder nur geringem bilanziellen Eigenkapital regelmäßig Nachteile gegenüber Wettbewerbern mit angemessener Eigenkapitalausstattung haben werde und somit aufgrund schlechterer Konditionen z.B. der Kreditinstitute oder Lieferanten nicht wettbewerbsfähig wäre (vgl. IDW ES 6 n.F., Rn. 77).

Die Konsequenz der IDW-Regelung: Qualifizierte Rangrücktritte kämen als finanzwirtschaftliche Restrukturierungsmaßnahmen daher nicht mehr in Frage, da sie nur im Überschuldungsstatus, aber nicht in der Handelsbilanz Berücksichtigung finden. Künftig erforderlich wäre vielmehr die Regelung eines Forderungsverzichtes beziehungsweise eines Debt-to-Equity-Swaps.

Wir sehen hier ein praktisches Problem: Forderungsverzichte bzw. Debt-to-Equity-Swaps stellen gegenüber qualifizierten Rangrücktritten für die Banken bei der Ausgestaltung der Finanzierungslösungen einen intensiveren Einschnitt dar. Dies erschwert die Verhandlungsführung bei der Sicherstellung der Durchfinanzierung einer Restrukturierung, zumal diese Instrumente nicht steuerneutral sind und beim Unternehmen zu einem steuerpflichtigen Sanierungsgewinn führen.

Die Erlangung einer Steuerbegünstigung in Form eines Erlasses der auf den Sanierungsgewinn entfallenden Steuern ist aber seit dem BMF-Schreiben vom 27.04.2017 erheblich erschwert. Dem soll zwar das neue gesetzliche Sanierungsprivileg nach Paragraph 3a des Einkommensteuergesetzes in neuer Fassung entgegenwirken, das Inkrafttreten dieser Regelung steht aber unter dem Vorbehalt einer Konformitätserklärung der EU-Kommission, die derzeit auf sich warten lässt.

Im Übrigen müsste das Unternehmen auch bei Inkrafttreten der Neuregelung zunächst einen Antrag auf Erlass der auf den Sanierungsgewinn entfallenden Steuern bei der Finanzverwaltung stellen. Die Bearbeitung eines solchen Antrages kann aber unter Umständen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Droht dem Unternehmen in dieser Situation schon die Zahlungsunfähigkeit oder ist diese gegebenenfalls sogar schon eingetreten, dürfte eine Sanierung des Unternehmens an der Erforderlichkeit eines Forderungsverzichtes oder Debt-to-Equity-Swaps in den meisten Fällen scheitern, da ohne verbindliche Bescheidung durch die Finanzverwaltung die zu erwartende Steuerbelastung in die Finanzplanung aufzunehmen und die „durchgreifende Sanierung“ des Unternehmens regelmäßig gefährdet wäre.

Frage der rechtlichen Notwendigkeit

Ungeachtet der betriebswirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit eines angemessenen bilanziellen Eigenkapitals, stellt sich vor allem die Frage nach der rechtlichen Notwendigkeit. Den Entscheidungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Forderung nach der Wiederherstellung einer angemessenen bilanziellen Eigenkapitalausstattung als Voraussetzung der Sanierungsfähigkeit jedenfalls nicht zu entnehmen. Der Bundesgerichtshof beschränkt sich insoweit auf den unbestimmten und auslegungsbedürftigen Rechtsbegriff der „durchgreifenden Sanierung“.

Durchgreifend saniert ist ein Unternehmen jedoch, wenn seine Insolvenz dauerhaft vermieden werden kann. Dabei kommt es entscheidend auf die Annahme einer positiven Fortbestehensprognose, also die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens im Sanierungszeitraum, und die Refinanzierungsfähigkeit des Unternehmens zum Ende des Sanierungszeitraums an. Letztere orientiert sich wiederum primär an der Frage, ob das Unternehmen auf Dauer kreditwürdig ist. Dies wird man bei einem ertragsfähigen Unternehmen, welches – auch unter Berücksichtigung etwaig über dem Branchendurchschnitt liegender Konditionen im Rahmen der Refinanzierung – imstande ist seinen Kapitaldienst nachhaltig zu leisten, aber selbst dann bejahen können, wenn „nur“ ein positives wirtschaftliches Eigenkapital vorliegt.

Keine Rückschlüsse zu Ertragsfähigkeit

Georgiy Michailov. Bild: © Struktur Management Partner
Georgiy Michailov. Bild: © Struktur Management Partner

Das rein bilanzielle Erscheinungsbild eines Unternehmens allein lässt keine Rückschlüsse zu über die wirtschaftliche Ertragsfähigkeit und die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit, welche als Maßstab für die dauernde Kreditwürdigkeit eines Unternehmens entscheidend sind. Insbesondere die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit lässt sich aber über einen qualifizierten Rangrücktritt wiederherstellen, dem aufgrund der Steuerneutralität gegenüber dem Forderungsverzicht und dem Debt-to-Equity-Swap der Vorzug zu geben ist. Zumal sich aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine Notwendigkeiten für die Forderung nach einem Forderungsverzicht oder einem Debt-to-Equity-Swap ableiten lassen.

Georgiy Michailov ist Managing Partner der Turnaround-Beratung „Struktur Management Partner“ und erstellt unter anderem Sanierungskonzepte für den Mittelstand uns setzt diese um. Maximilian Pape ist Partner der Kölner Kanzlei „Achsnick Pape Opp“. Er berät Geschäftsführer, Banken und andere Stakeholder in der Sanierung und begutachtet dabei auch Sanierungskonzepte.

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Insol­ven­zen füh­ren zu hohen Schäden

Die Entwicklung der Insolvenzen in Deutschland ist positiv, wenn man allein die Anzahl der durchgeführten Insolvenzverfahren betrachtet. Einzig die Schäden, die dadurch verursacht werden, bleiben groß.

Insolvenzschäden steigen an. Bild: © Markus Bormann / fotolia.com
Insolvenzschäden steigen an. Bild: © Markus Bormann / fotolia.com

Die Insolvenzen von Unternehmen und Verbrauchern in Deutschland gehen weiter zurück. Wie die Auskunftei Creditreform vor Kurzem mitteilte, gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres 10.300 Firmeninsolvenzen, das waren 5,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Verbraucherinsolvenzen gingen sogar um 7,5 Prozent zurück, auf 36.300 zwischen Januar und Juni. Werden „sonstige Insolvenzen“ mit einberechnet, lag der Rückgang bei 5,1 Prozent.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland haben Gesamtschaden von 27,5 Milliarden Euro

Nachdem bereits im Juni 2017 feststand, dass in diesem Jahr die Zahlen der Insolvenzfälle deutlich abnehmen wird, ist nun auch klar, dass sich die Schäden, die diese Insolvenzen verursachen deutlich reduzieren. In den Monaten Januar bis Juni wurden 10.300 Unternehmensinsolvenzen und 36.300 Verbraucherinsolvenzen gezählt. Dabei verringerte sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen (minus 7,5 Prozent) etwas stärker als die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (minus 5,9 Prozent). Insgesamt wurden 58.900 Insolvenzen registriert (darunter auch „sonstige Insolvenzen“). Das waren 5,1 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode (1. Halbjahr 2016: 62.060). Für das Jahr 2016 ist bei den Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ein Gesamtschaden von 27,5 Milliarden Euro zu beziffern. Das bedeutet: Im einzelnen Insolvenzfall kommt es zu Forderungsverlusten von im Durchschnitt fast 1,3 Millionen Euro.

Rückgang der Existenzgründungen führt zu weniger Insolvenzen

In den letzten Jahren ist das Gründertum stark zurückgegangen. Allein im Vergleich zum Jahr 1996 wurden in diesem Jahr 100.000 weniger Existenzgründungen verzeichnet. Da junge UnternehmerInnen häufig Opfer von Insolvenzen werden, ist dies klar ein Faktor, der sich auch auf die Anzahl der Insolvenzanmeldungen niederschlägt.

Gläubiger erzielten nur wenige Forderungen

Erst kürzlich hat das Statistische Bundesamt auf der Basis der Insolvenzverfahren, die im Jahr 2015 abgeschlossen wurden und deren finanzieller Ergebnisse untersucht, wie hoch die jeweiligen Deckungsquoten waren. Außerdem wurde so berechnet, wie viel die Gläubiger letztendlich von ihren Forderungen erhalten haben. Demnach betrug die Deckungsquote bei den Unternehmen 3,9 Prozent. Damit wurden in der Summe bei den Gläubigern noch rund 2,9 Milliarden Euro aus der Insolvenz realisiert. Hinzuzufügen ist, dass diese Quoten nur abgewickelte Verfahren betreffen. In der Hälfte der Fälle kommt es gar nicht erst zu einem Insolvenzverfahren – das Verfahren wird mangels Masse abgelehnt und der Gläubiger geht leer aus. Eine weitere Quelle für immense finanzielle Schäden ist im Zusammenhang mit Insolvenzdelikten zu sehen. Zu diesen gehören der Bankrott, die Verletzung der Buchführungspflicht, die Gläubiger- und Schuldnerbegünstigung und schließlich die Insolvenzverschleppung. Gegen den Trend hat die Zahl dieser Fälle 2015 um 3 Prozent zugenommen – 11.153 Fälle, d.h. fast die Hälfte aller Insolvenzen.

Die Zahlen geben zu denken – vor allem deshalb, weil viel die Rede von der guten Entwicklung bei den Insolvenzen ist. Es bleibt dabei: Die Schäden sind zu hoch, und sie führen in vielen Fällen durch einen Dominoeffekt zu weiteren Verlusten und Ausfällen.

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Eta­blier­te Unter­neh­men als Stüt­ze für Startups

Die HIIG-Studie über Entrepreneurship in Deutschland zeigt, dass Deutschland zwar innovationsstark ist, jedoch starken Aufholbedarf im Bereich Unterstützung und Förderung von Gründungen hat. Das hat auch einen Einfluss auf langfristiges Wachstum und zukünftigen Wohlstand.

Förderung der Gründung von lokalen unternehmerischen Netzwerken und Gruppen ist wichtig. Bild: © oneinchpunch / Fotolia
Förderung der Gründung von lokalen unternehmerischen Netzwerken und Gruppen ist wichtig. Bild: © oneinchpunch / Fotolia

Trotz der Menge an Innovationen, die in Deutschland entstehen, hat die geringe Leistungsfähigkeit in Gründung und Unternehmertum einen negativen Einfluss auf das langfristige Wachstum des Landes. Zu diesem Schluss ist die neu erschienene Studie des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) gekommen.

Über mehrere Jahre hinweg wurden knapp 120 Startups befragt. Ziel der Studie war es, aufzuzeigen, inwiefern Gründer bei ihrem Weg zur Unternehmensgründung gefördert oder gehemmt werden. Mitherausgeberin der Studie und assoziierte Forscherin am HIIG, Nancy Richter erklärt die Bedeutung der Erhebung: “Berlin ist zu einem wichtigen Knoten für Entrepreneurship in Europa geworden. Wir zeigen anhand von jungen Startups in Berlin, was sie zum Erfolg geführt hat und was sie daran hindert erfolgreich zu sein. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion, um Investitionen in Innovation und Gründung in ganz Deutschland”.

Innovationskraft reicht nicht für eine nachhaltige Wirtschaft

Die Studie macht deutlich, dass langfristiges Wachstum und zukünftiger Wohlstand stark von der Art der Innovation abhängt. “Deutschland schneidet sehr gut in Studien zur Innovationskraft ab, aber das reicht für eine nachhaltige Wirtschaft nicht aus”, meinen die Mitherausgeber der Studie, Thomas Schildhauer, Direktor am HIIG und Paul Jackson, Innovationsforscher an der Edith Cowan University in Australien. Es brauche gerade radikale Innovationen, um das Wachstum in der Zukunft vorzubereiten und vor allem, um Marktnischen zu schaffen, so die Forscher. Dies kann vornehmlich von neuen Marktakteuren umgesetzt werden und von jenen, die frisch in das Unternehmertum eingetreten sind. Professionelle Unternehmer und solche, die bereits etabliert sind, sind bereits gut darin bestehende Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln und Qualitätsführer zu werden.

Disruptive und radikale Innovationen sind unerlässlich

In Deutschland war es ganz besonders die Ingenieurskultur, die, als etablierte Unternehmerkultur, das Land im 20. Jahrhundert gestärkt und zum „Industrial Powerhouse“ gemacht hat. Jedoch ist dies keine Sicherheit, auf die sich ein Land wie Deutschland ausruhen sollte, erklären die Forscher in der Studie. Viel mehr sind es disruptive und radikale Innovation, vor allem in der digitalen Wirtschaft, die unerlässlich sind und nachhaltiger wirken.

Etablierte Unternehmen als Unterstützung junger Gründungen

Die Studie schlägt vor, wie die Politik diese Art der Innovation unterstützen könnte: Förderung der Gründung von lokalen unternehmerischen Netzwerken und Gruppen sowie der Einsatz erfolgreicher UnternehmerInnen als Vorbild. Etablierte Unternehmen spielen dabei eine wesentliche Rolle, um Gründungen in Deutschland zu unterstützen.

Die Studie ist ein Ergebnis des langjährigen Forschungsprojektes ‘Innovation and Entrepreneurship’ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG). Auf diese Studie werden zwei weitere folgen, die sich genauer damit beschäftigen, wie Startups gezielt unterstützt werden und wie Unternehmen erfolgreich mit Startups zusammen arbeiten können.

Über das HIIG: Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zielt darauf ab, die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft zu erforschen. Es soll ein tieferes Verständnis des Zusammenspiels zwischen sozio-kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und technischen Normen im Digitalisierungsprozess erlangt werden und damit eine fundierte, sachliche Grundlage für den Dialog der verschiedenen Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden. Wesentlicher Bezugsrahmen für die Forschung sind die Veränderungen im Spannungsfeld von Governance und Innovation. Diese Wechselbeziehungen sind variantenreich und strukturbildend; sie werden praktisch in allen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren wirksam: in Staat und Verwaltung, Unternehmen und Märkten wie auch in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene.

 

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Wer nicht recht­zei­tig han­delt, wird von den Risi­ken überrollt“

v.l.: Univ.-Prof. Dr. Arnd Wiedemann (Lehrstuhl für Finanz- und Bankmanagement) und Univ.-Prof. Dr. Volker Stein (Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation) an der Universität Siegen Bild: © Universität Siegen
v.l.: Univ.-Prof. Dr. Arnd Wiedemann (Lehrstuhl für Finanz- und Bankmanagement) und Univ.-Prof. Dr. Volker Stein (Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation) an der Universität Siegen
Bild: © Universität Siegen

Die Digitalisierung als unternehmerische Zukunftsaufgabe ist nur eines der vielen Felder, auf dem immer neue Risiken für Unternehmen entstehen. Und wie immer steht auch hier wieder die Zukunft des Unternehmens auf dem Spiel – wenigstens ein bisschen. Gerade weil es keine absolute Sicherheit geben kann, wollen Unternehmen ihre Risikowiderstandsfähigkeit zu stärken. Dass es dazu auch neue Wege gibt, zeigen die beiden Risk-Governance-Forscher Univ.-Prof. Dr. Arnd Wiedemann und Univ.-Prof. Dr. Volker Stein von der Uni Siegen auf. Seit über fünf Jahren entwickeln sie zusammen ihren innovativen Ansatz – und stellen sich unseren Fragen.

Als Wirtschaftswissenschaftler erforschen Sie, wie sich Unternehmen fit für Risiken im Zusammenhang mit Digitalisierung machen können. Welche Risiken gibt es denn?
UNIV.-PROF. DR. VOLKER STEIN: Technologische Risiken, die als juristische Risiken im Datenschutz und Datensicherheit wieder auftauchen, die mangelnde Verfügbarkeit von digitalisierungstauglichem Personal, die zu schützende Reputation des Unternehmens im Bereich der Digitalisierung und viele mehr. Alle diese Einzelrisiken wirken sich auf die Stabilität des Geschäftsmodells aus, also, ob das Unternehmen auch in den kommenden drei bis zehn Jahren umfassend marktfähig und profitabel bleiben wird.
Die kritische Frage lautet aber vielmehr, ob sich die Qualität der im Grunde längst bekannten Risiken für Unternehmen verändert hat. Die Antwort ist eindeutig „ja“: Alle Risiken sind vielfach miteinander vernetzt, sie beeinflussen und verstärken sich wechselseitig und sie erreichen Unternehmen aufgrund veränderter Kommunikationsmuster – Stichwort: soziale Medien – ohne lange Vorwarnzeit, sozusagen in Echtzeit. Daher sprechen wir hier gerne von hoch komplexen Risikolandschaften mit Risiko-Tsunami-Gefahr: Wer nicht rechtzeitig handelt, wird von den Risiken überrollt.

Wie wird heutzutage Risikomanagement in Unternehmen umgesetzt? Sehen Sie darin Probleme?
UNIV.-PROF. DR. ARND WIEDEMANN: Es ist ja nicht nur die Risikolandschaft herausfordernder geworden: Auch der unternehmensweite Umgang mit Risiken ist nicht trivial. Bislang haben sich viele Unternehmen die Funktion „Risikomanagement“ aufgebaut: In ihr sind Expertenteams dafür zuständig, die bestehenden Risiken zu entdecken, zu analysieren, abzusichern und diese zu kontrollieren und zu berichten. Inzwischen hat sich das Risikomanagement sehr stark spezialisiert, es standardisiert seine Prozesse und wendet sie auf Standardrisiken an. Wir kritisieren, dass trotz aller Professionalität bei der Bewältigung dieser Aufgaben der Blick fürs Ganze verloren geht und die Unternehmensleitung gar nicht mehr die Chance bekommt, sich die komplette und wie gesagt komplexe Risikolandkarte auf ihren Radarschirm zu holen und damit die Zukunftsstrategien für das gesamte Unternehmen zu gestalten. Wir wollen das Risikomanagement nicht abschaffen. Aber wir wollen es ergänzen durch eine neue Brücke hin zur Unternehmensleitung, auf der die gesamthafte Risikosteuerung, die Ausrichtung jeglichen Entscheidens im Unternehmen auf Risikobewusstheit und die Durchdringung des Unternehmens mit einer angemessenen Risikokultur ihren Platz finden. Und diese Brücke nennen wir „Risk Governance“.

Welche Aufgaben umfasst Ihre Risk-Governance-Forschung im Einzelnen?
UNIV.-PROF. DR. VOLKER STEIN: Es ist zunächst die Grundphilosophie, dass nicht nur Teile, sondern das gesamte Unternehmen von einer Risikosteuerung durchdrungen wird: Diese soll einerseits alle externen Anspruchsgruppen, Kunden und Partner samt ihren Interessen und Anforderungen an das Unternehmen in den Blick nehmen, andererseits alle daraus gezogenen Risikoschlussfolgerungen für die Optimierung der Unternehmensstrategie nutzbar machen. Dann ist es das konkrete Arbeiten an den Verfahren zur Entdeckung neuer Risiken und zur breiten Kommunikation von Risikoinformationen hinauf bis in die Unternehmensspitze. Schließlich ist es die Schaffung einer Risikokultur, also einer im Unternehmen gemeinsam geteilten Vorstellung zur Wichtigkeit und Wertigkeit des nachhaltigen Umgangs mit Risiken. Risk Governance ist nicht die Aufgabe einer neuen Abteilung, sondern durchdringt das Unternehmen. Dies bedeutet, dass auch jede Person aus dem Unternehmen in diesem Prozess eine Stimme hat, sich also beispielsweise an den innerbetrieblichen Risk-Governance-Arbeitskreisen beteiligt.

Was müssten Unternehmen in Bezug auf die Risiken durch Digitalisierung tun, wenn sie sich an der von Ihnen entwickelten Risk Governance orientieren?
UNIV.-PROF. DR. ARND WIEDEMANN: Zunächst müssten sie systematisch in allen Aktivitätsfeldern von der Informationstechnologie über das Personalmanagement und die Produktion bis hin zum Vertrieb und zur Öffentlichkeitsarbeit die Digitalisierungsrisiken konkretisieren. Dann gilt es, der Unternehmensleitung diese spezielle Risikolandkarte als Entscheidungsgrundlage zur Geschäftsmodellgestaltung zur Verfügung zu stellen. Insbesondere die Personalfunktion könnte als unternehmensinterner Dienstleister dafür sorgen, dass das Unternehmen stärker mit einem entsprechenden Risk-Governance-Bewusstsein und einer digitalisierungsbezogenen Risikokultur durchdrungen wird. Und die Unternehmensleitung müsste von oben durch den so genannten „Tone from the Top“ bei allen Mitarbeitern die nicht nachlassende Aufmerksamkeit für Digitalisierungsrisiken einfordern und zeigen, dass es ihr ernst damit ist.

Zusammengefasst heißt das, die Risk Governance ist ein Denkraster, mit dem komplexe Herausforderungen wie die Digitalisierung konkret auf die Unternehmenszukunft bezogen werden, während man gleichzeitig wegkommt von routiniertem „Business as usual“ und zufallsgetriebenem Aktionismus.

Interview: Anne Steinbach

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Die­ser Fall erfor­der­te ein hohes Maß an Verantwortung“

Dr. Martin Prager. Bild: © PLUTA
Dr. Martin Prager. Bild: © PLUTA

10 Jahre hat es gedauert, nun ist das Insolvenzverfahren des taiwanesischen Handy-Herstellers Ben Q beendet. Die Gläubiger sollen nun einen großen Teil ihrer Forderungen zurückbekommen. Abgewickelt wurde das Verfahren von Dr. Martin Prager der Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaft PLUTA. Mehr Details über das Verfahren und die Risiken im Interview.

Ein zehnjähriges Insolvenzverfahren ist nun zum Ende gekommen. Was unterscheidet solch langfristige Verfahren von eben diesen, die einen „normalen“ Werdegang haben?
DR. MARTIN PRAGER: Eine Dauer von zehn Jahren für ein Insolvenzverfahren in dieser Größenordnung ist eher kurz. Es handelte sich um ein sehr komplexes Verfahren mit vielen Beteiligten. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 50 PLUTA-Mitarbeiter an verschiedenen Standorten beschäftigt. Es mussten beispielsweise unzählige Verträge einzeln bearbeitet und auch beendet werden. Das beinhaltete auch ein gewisses Konfliktpotenzial und erforderte ein hohes Maß an Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. Mit Siemens und BenQ Taiwan waren auch große weltweit agierende Konzerne am Prozess beteiligt. Auch spielte das Verfahren fast auf der ganzen Welt, von Asien über Lateinamerika bis natürlich Europa. Ein wichtiger Markt war Russland, in dem wir noch viele der von uns während des Verfahrens produzierten Handys absetzen konnten. Insgesamt ein sehr aufwendiges Verfahren, das nun mit einem außerordentlich guten Ergebnis doch recht schnell beendet werden kann.

Sie konnten eine Insolvenzquote von rund 98 Prozent erzielen. Das ist ein gutes Ergebnis, oder?
Ja, das ist ein sehr gutes Ergebnis. Im Normalfall liegen die Quoten eher in einem Bereich von 3 Prozent bis 5 Prozent.

War dieser Fall ein besonderer für sie?
Dieses Insolvenzverfahren war sehr komplex. Es waren viele Beteiligte involviert. Mehr als 3.000 Mitarbeiter waren beschäftigt. Außerdem bestand durchgehend sehr großes Interesse der Öffentlichkeit am Verfahren und unserer Arbeit. Besonders erfreulich für uns: Bereits zwei Jahre nach der Insolvenzeröffnung konnten wir eine erste Ausschüttung vornehmen, Mitte 2011 erfolgte die zweite Abschlagsverteilung. Damit haben die Gläubiger schnell einen Teil ihrer Forderungen zurückbekommen. Ebenso schön ist nun die hohe Quote für die Gläubiger.

Als erfahrener Insolvenzverwalter, gibt es Regeln, die ein solches Insolvenzverfahren bestimmen sollten?
Die Insolvenzordnung gibt uns einen Rahmen für unsere Arbeit vor. Auch auf europäischer Ebene ist mit der Europäischen Insolvenzordnung ein guter Grundstein für unsere Tätigkeiten gelegt. Das anwendbare Recht ist geregelt. Dennoch muss dieser Rahmen mit einem gewissen Augenmaß und gewissen eigenen Standards ausgefüllt werden. Nur dann können Verfahren in dieser Größenordnung erfolgreich für alle Beteiligten ablaufen.

Gibt es Risiken, die gerade jetzt vermehrt zu Insolvenzen führen oder diese beschleunigen?
Im Gegenteil. Das niedrige Zinsniveau hält momentan viele Unternehmen auf dem Markt. Einige Betriebe bleiben aktuell auch dann auf dem Markt, wenn sie keinen realen volkswirtschaftlichen Beitrag leisten. Doch auch der Marktaustritt von Unternehmen gehört zu den natürlichen Marktmechanismen. Momentan kommt dieser Mechanismus aber nur sehr selten zum Einsatz.

Dr. Martin Prager ist einer der Geschäftsführer der PLUTA Rechtsanwalts GmbH sowie Leiter der Münchner Niederlassung. Seit 1998 ist er als Insolvenzverwalter tätig und seine vielfältigen Erfahrungen auf den Gebieten der Insolvenzverwaltung, Unternehmensrestrukturierungen und Distressed M & A zählen zu den Tätigkeitsschwerpunkten seiner Arbeit an den Münchner Kammern. Herr Dr. Prager hat zahlreiche Insolvenzen abgewickelt, unter anderem BenQ Mobile GmbH & Co. OHG, Maerz Muenchen AG, Fairchild Dornier, Weinfurtner Gruppe u. a.

Interview: Anne Steinbach

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Sanie­rung von Dun­kin‘ Donuts schrei­tet voran

Flaute im Donut-Geschäft. Bild: © photos.com PLUS

Nachdem bereits im August 2017 zwei Dunkin-Donuts-Franchisunternehmen Insolvenz angemeldet haben, können jetzt erste Fortschritte in der Sanierung vernommen werden.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 01.10.2017 die Insolvenzeröffnung über die Vermögenswerte der S&C International Deutschland GmbH und der Will Coffee GmbH beschlossen und den Sanierungsexperten Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, White & Case, zum Insolvenzverwalter bestellt.

Geschäftsbetrieb wird trotz Insolvenzverfahren fortgesetzt

Die beiden Unternehmen betreiben als Franchisenehmer der Systemgastronomie-Kette Dunkin‘ Donuts noch insgesamt 26 Filialen in Berlin und Leipzig sowie in Nordrhein-Westfalen. Der Geschäftsbetrieb wird auch nach Eröffnung der Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgesetzt, um die guten Sanierungsaussichten zu erhalten. „Für die Kunden der Dunkin‘ Donuts-Filialen hat die Insolvenzeröffnung keinerlei Auswirkungen“, betonte Insolvenzverwalter Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger. „Wir setzen die Produktion und den Filialbetrieb fort. Gleichzeitig wird das gemeinsam mit dem Management sowie der Sanierungsberatung hww erarbeitete Sanierungskonzept umgesetzt.“

Gute Aussichten für erfolgreiche Fortführung

Die S&C International Deutschland GmbH beschäftigt insgesamt 182 Mitarbeiter und betreibt einen Produktionsstandort und 17 Filialen in Berlin sowie zwei Filialen in Leipzig. Die Will Coffee GmbH mit insgesamt 55 Mitarbeitern produziert in Oberhausen und betreibt sieben Filialen in Nordrhein-Westfalen. Unter Berücksichtigung aller Sanierungsoptionen und als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Franchisegeberin kommen weiterhin der Verkauf an einen Investor oder auch ein Insolvenzplan in Betracht. Nach dem aktuellen Stand des Investorenprozesses bestehen jedenfalls gute Aussichten für eine erfolgreiche Fortführung und zügige Sanierung.

Mindestlohn und Fernbusse Gründe für finanzielle Probleme

Gerade die Einführung des Mindestlohns und rückläufige Umsätze in den Bahnhöfen, dem eigentlichen Hauptgeschäft des Unternehmens, seien Gründe für die finanziellen Probleme gewesen. Mit dem steigenden Betrieb der Fernbusunternehmen, sinkt das generelle Aufkommen in Bahnhöfen. Eine Entwicklung, die Unternehmen wie die S&C International Deutschland GmbH stark beeinflussen. „Darüber hinaus hatten sich einige zuletzt eröffnete Standorte nach kurzer Zeit als unrentabel erwiesen. Diese Filialen wurden bereits wieder geschlossen“, hieß es seitens der Kanzlei weiter.

Positive Zukunftsaussichten

Zuletzt hieß es seitens der Kanzlei, dass es um die Zukunft des Unternehmens positiv stehe. „Beide Unternehmen verfügen über gute Standorte, der größte Teil der Filialen ist profitabel. Hinzu kommt, dass das Insolvenzverfahren geeignete Instrumente bietet, um die Geschäftsbetriebe nachhaltig zu sanieren.“ Schon von Anfang an, wollte der Insolvenzverwalter eng mit der US-amerikanischen Franchisegeberin zusammenarbeiten, um mögliche Sanierungsoptionen zu prüfen.

Bis dato stand der Verkauf an einen Investor oder auch ein Insolvenzplan in Frage. Welcher Weg erfolgversprechend ist, werde sich im Rahmen einer genaueren Prüfung in den nächsten Wochen zeigen. „In den Sommermonaten beginnen für die Unternehmen die umsatzstärksten Monate“, so Schulte-Kaubrügger. „Das sind grundsätzlich gute Aussichten für eine erfolgreiche Fortführung und Sanierung.“

Zum White & Case-Team unter der Federführung von Partner Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger gehören Local Partner Dr. Florian Kleinschmit und Associate Martin Neumann (alle Restrukturierung, Berlin).

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Cloud Com­pu­ting Trends im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe

Cloud Computing. Bild: © chombosan / Fotolia

Cloud Computing hat einen nachhaltigen Einfluss auf Informations- und Kommunikationstechnologien, wie die Studie zum Thema Nutzung von Cloud-Computing im verarbeitenden Gewerbe des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn beschreibt. Gerade im verarbeitenden Gewerbe wird Cloud Computing genutzt, um die vernetzte Produktion im Sinne von Industrie 4.0 umzusetzen. Dennoch liegen die Unternehmen in Deutschland im europäischen Vergleich weit hinter Ländern wie Schweden oder Finnland.

Welche Gründe könnte es dafür geben? Was zeichnet Unternehmen aus, die den Schritt in die Cloud gewagt haben und was hindert sie daran? Welche IT-Dienste werden von den Unternehmen in der Cloud vornehmlich nachgefragt?

Kleine Unternehmen digitalisieren selten interne und externe Geschäftsprozesse

Jedes fünfte Unternehmen nutzt mittlerweile kostenpflichtige IT-Dienste aus der virtuellen Wolke. Allein in den letzten zwei Jahren hat sich der Anteil der Unternehmen, die kostenpflichtige IT-Dienste aus der virtuellen Wolke beziehen, verdoppelt. Damit haben gerade die Mittelstandsunternehmen Deutschlands aufgeholt, mehr als das untere Mittelfeld im europäischen Vergleich wird damit jedoch immer noch nicht erreicht. Nichtsdestotrotz planen bereits 6% der deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes innerhalb der nächsten 12 Monate kostenpflichtige Cloud-Dienste einzuführen. Jedoch ist die Dynamik unter den größeren Unternehmen mit knapp 14 % doppelt so hoch. Damit vergrößert sich der deutliche Vorsprung der großen Unternehmen gegenüber den KMU weiter.

Chemie-. Pharma- und Elektroindustrie besonders aktiv in Cloud-Diensten

Allein 27% aller Cloud-Dienste im Verarbeitenden Gewerbe werden in der Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie genutzt. Im Vergleich schafft es überraschenderweise der Maschinen- und Fahrzeugbau auf nur 13%. Verwunderliche, wenn man bedenkt, dass gerade dieser Industriezweig im Bereich der Industrie-4.0-Technologien sehr aktiv und generell als eine sehr innovationsstarke Branche bekannt ist.

„Software as a Service“ Dienstleistungen am beliebtesten

Cloud-Dienste sind vielfältig: Von enormem Speicherplatz über E-Mail-Verkehr bis hin zu noch größeren und komplexeren Anwendungen, sind dem Nutzer keine Grenzen gesetzt. Dennoch greifen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes häufig nur auf sogenannte „Software as a Service“ Dienstleistungen zurück. Dabei handelt es sich um standardisierte Anwendungen, die ohne großen Aufwand direkt im Unternehmen implementiert werden können, wie zum Beispiel Textverarbeitungsprogramme. Die andere Hälfte der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes greift auf maximal einen höheren Cloud-Dienst zurück. Dabei ist die Rede von zum Beispiel Auswertungen großer Datenmengen (Big Data) und die dazu notwendige große Rechenleistung oder aber Customer-Relationship-Management Software.

Anzahl der IT-Mitarbeiter beeinflusst Cloud-Nutzung im Unternehmen

Auffällige Charakteristika von Unternehmen, die eher auf höhere Cloud-Dienste zurückgreifen, wurden durch eine multivariate Analyse festgelegt. Demnach ist es gerade die Anzahl der IT-Mitarbeiter im Unternehmen, das die Nutzung von Cloud-Diensten beeinflusst. Gerade viele IT-Mitarbeiter führen zu erhöhter Nutzung dieser Dienste. Knapp 80 % der Cloudnutzenden Unternehmen geben an, dass die Aufgabe der IT-Mitarbeiter u.a. darin besteht, die Geschäftsführung über den Mehrwert und die Bedeutung neuer Technologien für das Gesamtunternehmen zu beraten. Weitere ausschlaggebende Eigenschaften sind: Verfolgung von Digitalisierungsstrategien, Herstellung und Nutzung smarter Produkte, sowie eine erhöhte Auslandsaktivität.

Unsicherheit und Sicherheitsprobleme als Hemmnis gegenüber Cloud-Nutzung

Das Risiko von Sicherheitsproblemen, die Unsicherheit bezüglich geltendem Recht und rechtlicher Zuständigkeit und eng damit verknüpft die Unsicherheit bezüglich des geografischen Standorts der Daten sind immer noch Gründe dafür, dass Unternehmen in Deutschland verhältnismäßig selten auf Cloud-Computing zurückgreifen. Dabei sind es gerade Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, die äußerst selten Cloud-Dienste nutzen.

Das IfM Bonn wurde im Jahr 1957 auf Initiative Ludwig Erhards von der Bundesrepublik Deutschland und vom Land Nordrhein-Westfalen als Stiftung des privaten Rechts gegründet. Aufgabe des IfM Bonn ist es, die Lage, Entwicklung und Probleme des Mittelstands zu erforschen, die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und mit seinen Arbeiten zur Erfüllung der Aufgaben der Ressorts seiner Stifter beizutragen.

Der Beitrag Cloud Computing Trends im Verarbeitenden Gewerbe erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.

Cloud Com­pu­ting Trends im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe

Cloud Computing. Bild: © chombosan / Fotolia

Cloud Computing hat einen nachhaltigen Einfluss auf Informations- und Kommunikationstechnologien, wie die Studie zum Thema Nutzung von Cloud-Computing im verarbeitenden Gewerbe des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn beschreibt. Gerade im verarbeitenden Gewerbe wird Cloud Computing genutzt, um die vernetzte Produktion im Sinne von Industrie 4.0 umzusetzen. Dennoch liegen die Unternehmen in Deutschland im europäischen Vergleich weit hinter Ländern wie Schweden oder Finnland.

Welche Gründe könnte es dafür geben? Was zeichnet Unternehmen aus, die den Schritt in die Cloud gewagt haben und was hindert sie daran? Welche IT-Dienste werden von den Unternehmen in der Cloud vornehmlich nachgefragt?

Kleine Unternehmen digitalisieren selten interne und externe Geschäftsprozesse

Jedes fünfte Unternehmen nutzt mittlerweile kostenpflichtige IT-Dienste aus der virtuellen Wolke. Allein in den letzten zwei Jahren hat sich der Anteil der Unternehmen, die kostenpflichtige IT-Dienste aus der virtuellen Wolke beziehen, verdoppelt. Damit haben gerade die Mittelstandsunternehmen Deutschlands aufgeholt, mehr als das untere Mittelfeld im europäischen Vergleich wird damit jedoch immer noch nicht erreicht. Nichtsdestotrotz planen bereits 6% der deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes innerhalb der nächsten 12 Monate kostenpflichtige Cloud-Dienste einzuführen. Jedoch ist die Dynamik unter den größeren Unternehmen mit knapp 14 % doppelt so hoch. Damit vergrößert sich der deutliche Vorsprung der großen Unternehmen gegenüber den KMU weiter.

Chemie-. Pharma- und Elektroindustrie besonders aktiv in Cloud-Diensten

Allein 27% aller Cloud-Dienste im Verarbeitenden Gewerbe werden in der Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie genutzt. Im Vergleich schafft es überraschenderweise der Maschinen- und Fahrzeugbau auf nur 13%. Verwunderliche, wenn man bedenkt, dass gerade dieser Industriezweig im Bereich der Industrie-4.0-Technologien sehr aktiv und generell als eine sehr innovationsstarke Branche bekannt ist.

„Software as a Service“ Dienstleistungen am beliebtesten

Cloud-Dienste sind vielfältig: Von enormem Speicherplatz über E-Mail-Verkehr bis hin zu noch größeren und komplexeren Anwendungen, sind dem Nutzer keine Grenzen gesetzt. Dennoch greifen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes häufig nur auf sogenannte „Software as a Service“ Dienstleistungen zurück. Dabei handelt es sich um standardisierte Anwendungen, die ohne großen Aufwand direkt im Unternehmen implementiert werden können, wie zum Beispiel Textverarbeitungsprogramme. Die andere Hälfte der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes greift auf maximal einen höheren Cloud-Dienst zurück. Dabei ist die Rede von zum Beispiel Auswertungen großer Datenmengen (Big Data) und die dazu notwendige große Rechenleistung oder aber Customer-Relationship-Management Software.

Anzahl der IT-Mitarbeiter beeinflusst Cloud-Nutzung im Unternehmen

Auffällige Charakteristika von Unternehmen, die eher auf höhere Cloud-Dienste zurückgreifen, wurden durch eine multivariate Analyse festgelegt. Demnach ist es gerade die Anzahl der IT-Mitarbeiter im Unternehmen, das die Nutzung von Cloud-Diensten beeinflusst. Gerade viele IT-Mitarbeiter führen zu erhöhter Nutzung dieser Dienste. Knapp 80 % der Cloudnutzenden Unternehmen geben an, dass die Aufgabe der IT-Mitarbeiter u.a. darin besteht, die Geschäftsführung über den Mehrwert und die Bedeutung neuer Technologien für das Gesamtunternehmen zu beraten. Weitere ausschlaggebende Eigenschaften sind: Verfolgung von Digitalisierungsstrategien, Herstellung und Nutzung smarter Produkte, sowie eine erhöhte Auslandsaktivität.

Unsicherheit und Sicherheitsprobleme als Hemmnis gegenüber Cloud-Nutzung

Das Risiko von Sicherheitsproblemen, die Unsicherheit bezüglich geltendem Recht und rechtlicher Zuständigkeit und eng damit verknüpft die Unsicherheit bezüglich des geografischen Standorts der Daten sind immer noch Gründe dafür, dass Unternehmen in Deutschland verhältnismäßig selten auf Cloud-Computing zurückgreifen. Dabei sind es gerade Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, die äußerst selten Cloud-Dienste nutzen.

Das IfM Bonn wurde im Jahr 1957 auf Initiative Ludwig Erhards von der Bundesrepublik Deutschland und vom Land Nordrhein-Westfalen als Stiftung des privaten Rechts gegründet. Aufgabe des IfM Bonn ist es, die Lage, Entwicklung und Probleme des Mittelstands zu erforschen, die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und mit seinen Arbeiten zur Erfüllung der Aufgaben der Ressorts seiner Stifter beizutragen.

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BIM trans­for­miert die Baubranche

Building-Information-Modeling könnte für die Baubranche den Durchbruch bedeuten, denn damit können jegliche Daten während der gesamten Bauphase synchronisiert werden. Doch bisher scheinen noch wenige Bauunternehmen auf diesen Zug aufzuspringen.

Baubranche im Umbruch. Bild: © Eisenhans / Fotolia
Baubranche im Umbruch. Bild: © Eisenhans / Fotolia

Die Digitalisierung ist überall und betrifft jegliche Branchen. Eben auch die Baubranche. Dank des Building-Information-Modeling (BMI) können schon seit einiger Zeit wichtige Gebäudedaten mit einer Software so digital modelliert und geometrisch visualisiert werden, dass der gesamte Lebenszyklus des Bauprojekts um Längen vereinfacht wird.

Die Folge? Bauprojekte können schneller und vor allem effizienter umgesetzt werden. Das hat auch die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger herausgefunden, in der die BIM Technologien und die möglichen Auswirkungen auf die Baubranche analysiert wurden. Für das Projekt „Turning point for the construction industry – The disruptive impact of Building Information Modeling (BIM)“ führten die Forscher 20 Interviews mit BIM-Experten aus Europa.

Von Anfang an virtuell

Entscheidung vor und nach BIM-Einsatz. Bild: © Interviews Roland Berger
Entscheidung vor und nach BIM-Einsatz. Bild: © Interviews Roland Berger

Ein großer Vorteil von BIM sei es laut der Studie, dass es vornehmlich in den Anfangsprozessen verwendet wird. Dies hat auf alle folgenden Vorgänge einen positiven Einfluss. So können schon von Anfang an wichtige Entscheidungen über Materialbezug und ausführende Firmen getroffen werden.

BIM hat stärksten Einfluss auf die Baubranche

Neben allen anderen Trends, die die Baubranche gerade beeinflussen, wie zum Beispiel Roboter in der Konstruktion, automatisiertes digitales Marketing oder 3D-Druck, wird BIM mit Abstand den stärksten Einfluss auf diese Branche haben.

Kein Wunder also, dass sich der Markt für BIM-Anwendungen zwischen 2014 und 2022 vervierfachen wird. Bisher waren es noch 2,7 Milliarden Dollar, 2022 kann man dann von 11,5 Milliarden Dollar ausgehen, die in diesen Bereich investiert werden. Mit steigender Nachfrage und vor allem Umsetzung von BIM in der Baubranche sind eben auch alle Bauunternehmen gefragt. Wer BIM nicht einsetzt, wird einen erheblichen Nachteil haben. Auch wird diese Veränderung dazu führen, dass alle Marktteilnehmer ihre Geschäftsmodelle revidieren müssen. Denn dank BIM können Entscheidungen schon viel früher getroffen werden. So kann es dazu kommen, dass Architekten und Planer direkt über Dienstleister und Materialien entscheiden werden.

Deutschlands Bauunternehmen befinden sich noch im Juniorstadium

BIM-Studie von Roland Berger. Bild: © Roland Berger Autodesk University
BIM-Studie von Roland Berger. Bild: © Roland Berger Autodesk University

Es gibt sechs Levels der BIM -Entwicklung, die sich aus der Anzahl an Informationen und den Daten, die daraus verarbeitet werden, zusammensetzt. Deutschland ist demnach noch auf dem ersten Level. Diese zeichnet sich durch die Nutzung von 3D und 2D CAD-Anwendungen aus.

Länder, in denen BIM im öffentlichen Sektor Pflicht ist. Bild: © OPIIEC Roland Berger
Länder, in denen BIM im öffentlichen Sektor Pflicht ist. Bild: © OPIIEC Roland Berger

Baumaterial-Lieferanten müssen umdenken

Die Hersteller und Verkäufer von Baumaterialien könnten vom Potenzial des automatisierten Verkaufs profitieren. Allerdings sind auch einige Baumaterialien-Lieferanten laut der Roland-Berger-Studie sind in Sorge: „BIM bringt Risiken für unsere ausgebauten Verkaufskanäle mit, da unsere Kunden weniger Einfluss auf die Entscheidungsprozesse haben werden.“

Nichtsdestotrotz wird BIM innerhalb der Gebäudeverwaltung mehr Arbeitsplätze schaffen. Es wird Immobilienverwalter dazu bringen, mehr Daten in das Modell zu integrieren, Daten zu analysieren und akkurate Kalkulierungen durchzuführen.

Die internationale Strategieberatung Roland Berger wurde im Jahre 1967 gegründet und ist die führende Unternehmensberatung mit deutschem Erbe und europäischer Herkunft, die als unabhängige Partnerschaft im Eigentum von rund 250 Partnern funktioniert. Schwerpunkt von Roland Berger liegt auf Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, sowie öffentlichen Institutionen.

Mehr Informationen über die Entwicklung der Baubranche finden Sie der return 04/15.

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